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Cäcilie, indem ſie ihre Hände auf die Köpfe der Kinder legte,„ich würde euch ſonſt gar zu ſehr vermiſſen.“ Und rabei ſah ſie Adolph und Ida voll Herzlichkeit an.
Aber Ida blieb ſchweigſam und bleich. Sie fühlte ſich wie von einer böſen JZaubermacht beherrſcht. Und welche Zaubermacht iſt wohl drückender, als die üble Laune?.. Auch das Wetter war bei übler Laune. Die Sonne war verſchwunden. Der Nordwind blies kalt, das Laub riß ſich von den Bäumen los und wir⸗ belte im Winde umher. Es war ein grauer, unfreund⸗ licher Tag, unähnlich den früheren ſonnigen Tagen.
Nun kam die Stunde des Abſchieds. Das flolze Herz von peinigenden Geſühlen gebunden, ſo trat Jda auf Frau Cäeilie zu. Wohl beugte ſie ſich über der Matrone Hand, wohl empfing ſie auf Stirne und Lippen ihren warmen Kuß; ihr Herz blieb dennoch kalt und ſtumm. Und wenn das Herz ſtumm, wenn es nicht dabei iſt, dann mag man umarmen, küſſen, zärtliche Worte ſagen, ſo lange man will, es fehlt dennoch Et⸗ was, nämlich:— Alles. So war es jetzt auch zwi⸗ ſchen der alten und der jungen Dame. Und ſo ſchieden ſie von einander. Auch von allen Andern wurde Ab⸗ ſchied genommen, und die letzten Reiſezurüſtungen waren getroffen. Aber vergebens ſuchten Jda's Blicke Frau Cäcilie unter denjenigen, die an der Thüre oder um den Wagen herum ſtanden und grüßten, winkten, mit Tü⸗ chern wehten und freundliche Abſchiedsworte nachriefen, als derſelbe mit ihr und Adolph davonrollte. Sie ſah zum Altan, zu den Fenſtern hinauf, aber auch da war Frau Cäcilie nicht zu ſehen. Jetzt war es Ida, als he⸗ käme ſie einen Stich durch's Herz.„Sie will mich nicht mehr ſehen!“ dachte ſie. Der Weg wand ſich auf drei Seiten um die Wohnung. Adolph und Ida ſchauten, während ſie das Haus umfuhren, verlangend nach allen Fenſtern hinauf, in der Hoffnung, an einem derſelben Frau Cäciliens weiße Haube und ſtattliche Geſtalt zu erblicken. Aber nein, vergebens.
Sie war nirgends zu erblicken. Und nun ſchmolz


