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jetzt, da ſie ſich von ihr zurückgeſtoßen fühlte. Wie es ſich immer damit verhalten haben mochte, ſoviel iſt ge⸗ wiß, daß Frau Cäcilie Alles aufbot, um jeden minder angenehmen Eindruck, den ſie etwa verſchuldet haben konnte, wieder gut zu machen. Während der übrigen Dauer des Frühſtücks ſprach ſie mehrere Male freundlich zu Ida und ſuchte ihr ſtarres Weſen aufthauen zu ma⸗ chen. Aber nein, das gelang nicht. Ida ſchien nur noch ſteifer und kälter zu werven. Liebe Leſerin! Wenn Dich jemals eine ſolche Stimmung beſchleicht gegen eine Perſon, die Du gleichwohl hochachteſt und liebſt, ſo.. laß ſie nicht zur Herrſchaft kommen. Erkläre dich offen! Sprich! Sag' dein Leiden oder deinen Aerger freundlich, heiter, wenn du kannſt; mit Thränen, wenn du es nicht anders vermagſt. Aber ſprich! Mache das Eis ſchmelzen bei dir oder bei der andern Perſon. Und wenn du im Begriff ſtehſt, dich von ihr zu trennen, wenn du bereits vor der Thüre außen biſt, ſo kehre wieder um; oder wenn ſie ſchon auf der Straße unten iſt, ſo ſpringe ihr nach, halte ſie feſt und laß ſie nicht los, bis Alles geſagt, beweint, verziehen und wieder gutgemacht iſt. Achl wenn du zögerſt, wenn du ſie gehen läſſeſt, ſo wird es leicht zu ſpät. Und dann kommt eine Zeit der Reue.
Als man vom Frühſtück, das ſich zum Milttageſſen verlängert hatte, aufſtand, war es hübſch anzuſehen, wie der kleine Knirps das Tiſchgebet ſprach, vor Frau Cä⸗ cilie ſtehend, die ihre Hände über ſeinem blonden Köpf⸗ chen gefaltet hielt. Aber ob er nun zu viel nach Naima ſah oder durch die vielen Gäſte ein wenig aus dem Concept gebracht wurde, genug, er blieb etwa in der Mitte ſeines Vortrags, ſtecken Frau Cäcilie mahnte mit einem kurzen„Nun?“ und einem kleinen Puff an das Köpfchen, worauf die zweite Hälfte des Tiſchgebets mit einer ſolchen Haſt und Schnelligkeit hervorſtürzte, daß die ganze Geſellſchaft, Frau Cäcilie nicht ausgenommen, unwillkürlich lächelte.„Die beiven Kleinen werde ich doch wohl bei mir behalten dürfen,“ ſagte dann Frau
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