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fühle und kann ſich ihrer nicht erwehren. Und der Kör⸗ per will ſie in unbewachten Stunden, die ſich auch bei den Goelſten einſtellen, durch Worte, Blicke oder Ge⸗ berden ausdrücken.
Jetzt ſtand Theodor auf, bog ritterlich ſein Knie vor Frau Cäcilie und ſagte:
„Höre jetzt meine Bitte! Geh' und ziehe, wohin Du willſt, liebe Mutter. Aber nimm mich mit, mit Dir und mit der Innerſten. Adolph mag das Gut leiten und verwalten, wenn es ihm gefällt. Mir iſt es nicht gegeben herumzugehen und nach den Zäunen und Däm⸗ men zu ſehen. Ich würde mich zu Tode langweilen. Der alte Verwalter würde mich nach Blakulla wünſchen, und Adolph würde mich als Agronom herzlich ſatt be⸗ kommen, wie ich ihn. Nein, laß mich nach Innerſtalund mitziehen. Ich will dort euer erſter Knecht ſein, will Waſſer und Holz tragen, Euch manchmal Etwas vor⸗ geigen, vorleſen und Caricaturen zeichnen. Von Zeit zu Zeit fahre ich dann wieder in die große Welt hinaus, um Neuigkeiten für euch zu holen. Ich verſichere euch, ihr ſollt mich nicht entbehren können, und auch ich werde euch nicht entbehren können, das weiß ich zum Voraus. Und darum laßt mich mit euch nach Innerſtalund ziehen.“
Frau Cäcilie lächelte und ſprach:„Wir müſſen hören, was die Innerſte dazu ſagt.“
„O dann bin ich ſicher,“ rief Theodor und ſprang nach der kleinen Freude, um die Innerſte zu fragen.
Frau Cäcilie blickte ihm freundlich nach und war höchlich erfreut über den Vorſchlag.
Adolph lächelte gleichfalls, ſah aber nicht recht heiter aus. Er fühlte ſich gleichſam verdrängt durch den neuen Brnder, nachdem er bisher beinahe der Erſte in Frau Cäciliens Liebe geweſen. Es regte ſich in ihm Etwas von Neid. Und als er dieſe Regung em⸗ pfand, wurde er ſehr mißvergnügt über ſich ſelbſt. Un⸗ geachtet ſeiner lebhaften Liebe für Ida war er auch über ſie mißvergnügt, wegen der ſteifen, beinahe ſtolzen Hal⸗
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tung, welche ſie gegen Frau Cäcilie annahm, zumal


