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mal hatte ſich der Familienrath im Zimmer der In⸗ nerſten verſammelt, aber noch nie in ſo wunderbaren Angelegenheiten.
Theodor wollte zuerſt ſprechen. Niemand verweigerte ihm das. Und mit hinreißender Beredtſamkeit ttug er ſeine Geſchichte vor und ſchilderte ſeine nunmehrige Stellung.
Ina war blaß und bewegt, ſchien ſich indeß über die unerwartete Entdeckung weniger zu verwundern, als man hatte vermuthen können. Sie ſagte:
„Ich hatte es geahnt. Aber ich weiß nicht, ich er⸗ ſchrack nicht darüber.“
„Sie begreift, ſie verſteht mich!“ rief Theodor und küßte ihre Hand.
Jetzt ſprach auch Frau Cäcilie. Einfach, aber ernſt ſtellte ſie die Sache aus ihrem Geſichtspunkte dar und ſagte, was geſchehen müſſe, wenn das Rechte geſchehen ſolle. Sie erkannte Theodor's reinen, guten Willen an und freute ſich darüber. Aber ſeine ſchwärmeriſchen An⸗ ſichten konnten auf ſie nicht einwirken und ſie nicht ab⸗ halten, ihre Pflicht nach Recht und Gewiſſen zu erfüllen.
Als Alle geſprochen hatten und Alles geſagt war, entſtand eine Pauſe, und alle Blicke hefteten ſich auf die Innerſte.
Ina richtete ſich mit dem halben Leibe in ihrem Bette auf, flützte ſich auf einen Arm und blickte mit ihren holden, klugen, innigen Augen die Umſtehenden an. Lange ſah ſie auf die Mutter, und ihre Augen füllten ſich mit Thränen. Am längſten ſah ſie auf Theodor und ſchien in ſeinem Herzen zu leſen. Und dabei begann ſie mit himmliſcher Freundlichkeit und Güte zu lächeln. Endlich ſprach ſie, aber als ob ſie liebevoll ſcherzte, ſo heiter und ſo zärtlich zugleich:
„Jetzt will ich's ſagen. Theodor ſoll das Gut haben, aber er ſoll uns Alle zugleich mithaben, und wir wollen es für ihn verwalten. Er braucht ſich alſo um ſein Gut nicht zu kümmern, aber er ſoll Alles haben, was er will, alle unſere Herzen und all' unſere Habe. Denn
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