Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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Schatten, von denen Du geſprochen, die Dich vom Lichte abſchließen und von Menſchen, die weiter Nichts als Dich zu lieben verlangen?“

Theodor ſtand noch immer ſtill, blaß und düſter, gleichſam gefühllos da; nur ſeine Blicke ſprachen.

Frau Cäcilie ſah ihn eine Weile ſchweigend an, dann verklärte ſich ihr Geſicht zu einem Ausdruck voll mütterlicher Güte und Hoheit.

„Ich ſehe, wie es iſt,“ ſagte ſie.„Mein armer Erich! Du biſt lange weggeweſen und haſt aus der Hei⸗ math bloß bittere Erinnerungen mitgenommen. Du war ſchon früh unglücklich und biſt hernach niemals heimiſch warm auf Erden gewerden. Du haſt den Glauben an die Heimath und an die Liebe verloren. Aber Gott ſei Dank, daß Du zu Hauſe biſt! Du wirſt nicht lange ſtumm ſein bei uns... in Deiner Heimath in Deinem Hauſe. Du wirſt uns bald beſſer verſtehen. Frich!.. verbittere Dein neues Leben nicht. Vergiß das Ver⸗ gangene, vergiß alles Bittere. Und verzeih... verzeih mir meinen Antheil daran. Aber ich kannte damals Deinen Vater und Dich ſelbſt noch nicht gut genug, daß ich es wagen konnte in's Mittel zu treten. Ich ſchwankte,

ich zögerte... aber glaube mir, dieſer Augenblick hat mich ſchmerzlichere Thränen gekoſtet, als Dich ſelbſt. Aber jetzt. Erich... Erich. mein Sohn Erich, ich werde vielleicht bald Dein Haus und Gut verlaſſen, aber vor⸗ her mußt Du mich als Sohn umarmen, und ich muß Dich als Mutter willkemmen heißen. Erich.. mein Sohn... willkommen! herzlich willkommen!“

Und ſie ging mit offenen Armen auf ihn zu.

„Noch nicht!“ ſagte er, indem er auf die Seite wich. „Wir verſtehen einander noch nicht vollkommen. Und ich babe auch einige Worte zu ſagen. Ich habe auch ein Recht, verſtanden zu werden und— venigſtens bis auf einen gewiſſen Grad— ſchuldlos hier zu ſtehen.. Ja es iſt wahr, ich bin heimlich gekommen, habe mich heimlich, unter fremdem Namen in's Haus geſchlichen,

um zu prüfen, zu ſpioniren. Aber meine Abſicht war