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nicht willkommen. Aber wann war ich es je? Ich war es nicht einmal meiner eigenen Mutter. Und hier ſehe ich wohl, daß man mich verwünſchte, daß man mich todt wünſchte!“ „Das iſt nicht wahr,“ rief Frau Cäcilie mit Würde und Kraft, indem ſie aufſtand;„nein, dem iſt nicht alſo. Und wenn Sie Erich Nordenhjelm ſind, ſo wiſſen Sie— zehn Jahre lang habe ich Dich zurückerwartet, zehn Jahre lang habe ich Deine Rückkehr erſehnt, denn ich ahnte daß Dir Unrecht geſchehen war, und ich wünſchte das mit aller Mutterzärtlichkeit wieder gut zu machen. An dem Abend, als Du floheſt, da ſuchte ich Dich überall, um mit Dir zu ſprechen, aber es war za ſpät, Du warſt bereits fort!... Jahr für Jahr habe ich zu mir geſagt: Er wird zurückkommen, er kommt gewiß einmal wieder. Jahr für Jahr ließ ich nach dem Flüchtling fragen, forſchen und ſpähen. Und jeden Tag, jeden Mergen, jeden Abend habe ich Segen auf ihn herabgerufen und für ihn gebetet, wie nur eine wahre Mutter thun kann. Sein Beſitzthum bewahrte ich ſo ſorgfältig, als gehörte es meinen eigenen Kindern, und ich dachte: Es wird einmal ſein werden, und ich werde ihm ſein väterliches Erbe in gutem Stand und ſchulvenfrei übergeben. Dieſer Gedanke ſtärkte mich und hielt mich manches ſchwere Jahr hindurch aufrecht. Denn ich härmte mich um den jungen Knaben, und ſeine Flucht aus dem Vaterhauſe war gleichſam ein Nagel in meinen Sarg. Aber einer meiner Freunde, der mit dem ansvrücklichen Auftrag reiste, ſeinen Aufenthalt zu erforſchen und ihn wo mög⸗ lich zurückzubringen, kam mit der beſtimmten Nachricht zurück, er ſei in Südamerika im Kriege gefallen. Das war ein harter Schlag. Er beugte mich mehr, als man⸗ cher andere Kummer. Aber die Zeit verſtrich, und all⸗ mählig gewöhnte ich mich an den Gedanken, daß er fort ſei, und daß ich jetzt für meine eigenen Kinder arbeite. Und dieſer Gedanke wurde mir lieb, ich leugne es nicht, denn ich denke an die Zukunft der Kinder!.. Aber wenn Erich Nordenhjelm lebt, wenn er hier iſt und ſein


