für die ganze Welt. Ein wunderbares eigen
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klaren Reflerionsſpiegeln— und bei dem Dritten mehr in's Herz. Und alle dieſe, der Kopf, die Phantaſie, das Herz, haben ihre eigene Art, die Offenbarung des Himmliſchen aufzufaſſen und wiederzugeben. Sie hat ſich Jedem ganz gegeben, und doch auf verſchiedene Arten. Und darum müſſen ſie auf einander hören.
Aber welches von ihnen hat die unmittelbarſte, die ächte Erkenntniß und Anſchauung?...
Geſtern in einer ſtillen Stunde unterhielt ich mich mit Frau Cäcilie. Wir waren allein. Sie ſaß da und nähte. Ich ließ mich gehen und ſprach ihr allerlei vor, wie es mir der Geiſt eingab. Der finſtere Geiſt war über mich gekommen. Und ich ließ ein ganzes Heer von Fragen und Zweifeln los, das ganze Heer der Schatten, wie die Forſchung unſerer Zeit es her⸗ vorgerufen, ich ließ es ringsum graſſiren, ſo daß es die Sonne verdunkelte und über das Leben, das jetzige wie das zukünftige— denn die zwei ſind eins— eine recht gründliche Nacht verbreitete. Ich wollte ſehen, wie ſie es aufnehme. Es pikirte mich, daß ſie immer ſo ruhig und klar blieb, ich wollte ſie wenigſtens ein Bischen erſchrecken und ihren gewöhnlichen Ausruf: bewahre uns! oder: Gott ſtehe uns bei! von ihr ören.
Aber ſie ſagte Nichts. Sie ließ mich ſchweigend weiter reden, und als ich aus Mangel an Widerſpruch und weil ich nichts Schlimmeres mehr zu ſagen wußte, endlich ſchwieg, da hörte ich bloß einen leichten Seufzer. Sie blickte auf, ſah mich an und... lächelte. Aber ſo gutmüthig, ſo ruhig, ſo freundlich, ſo mütterlich und zugleich ſo ſchalkhaft, daß ich ganz beſchämt, ganz verworren wurde und nicht wußte, was ich aus dieſem Lächeln machen ſollte. Denn ſie ſagte kein Wort der Erklärung dazu. Und doch lag darin eine große, unerſchütterliche Gewißheit für ſie, für mich,
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