Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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lachen, wie das heiterſte Kind, aber immer mit dem feinen Witz einer geiſtvollen Frau. Und doch iſt es bloß ein Kopf— aber ein Engelskopf— und ein paar Flügel. Komm jetzt nicht her und ſag mir, das ſei ein natürlicher Menſch.

Sag mir auch nicht, daß ich— verliebt ſei. Denn da werde ich böſe. Man verliebt ſich nicht in einen Viertelsmenſchen, in einen Kopf mit einem paar Flügel, ſelbſt wenn die Weisheit der ganzen Welt daraus ſpricht, und wenn er noch ſo entzückend lächelt und ſcherzt.

Aber als Odin ſein eines Auge weggab, um Mimer's Haupt zu erhalten, da hat er, glaube ich, weiſe gehandelt. Denn man kann eine Begleitung durch das Leben, bei der man ſich niemals einſam und arm fühlt, ſondern immer eine lebendige Quelle hat, zu der man gehen und ſchöpfen kann, nicht theuer genug bezahlen.

Ich möchte immer in der Nähe dieſer Innerſten weilen, ihr vorleſen, vor ihren Augen zeichnen und malen, mit ihr ſprechen und von ihr lernen, ſie bedie⸗ nen, wie man eine verzauberte Prinzeſſin verehren und bedienen kann. Aber Liebe?!

Sag noch lieber, ich ſei in die alte Frau verliebt. Denn wahrhaftig, es zieht mich mit wunderbarer Macht zu ihr hin. Ich möchte zu ihren Füßen ſitzen, mein Geſicht in die Falten ihres weißen Kleides drücken, ſie küſſen und— weinen. Aber zuweilen grolle ich heimlich mit ihr und mache ihr in der Stille mein weggeworfenes, verunglücktes Leben zum Vorwurf.

*

Aber wenn ich bei ihnen, bei dieſen Beiden bin, wenn ich mit ihnen geſprochen habe und ſie mit mir, dann werde ich ruhig und heiter. Es vehbiri dieſen Geiſtern. Sie müſſen, ſie müſſen Kinder eihes höhern Lichtes ſein.

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