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Vieles in der Gegend hat ſie verſchönert, gepflanzt, angelegt, urbar gemacht. Ich begreife recht gut, wie ſie mit dieſem Ort zuſammengewachſen iſt, wie ſie ihn lieben muß.
Mir begegnet ſie mit mütterlicher Huld. Sie hat mich eingeladen, ſo lange zu bleiben, als ich mich hier wohl befinde. Ich glaube, es iſt ihr wohl in meiner Nähe. Dieſes Gefühl macht mich glücklich, und je mehr ich ſie ſehe und höre, um ſo unmöglicher wird es mir, Böſes von ihr zu glauben. Ja, mein finſterer Argwohn verſchwindet vor dieſer Lichtgeſtalt, wie Schatten vor dem Blicke des Tags. Gleich der Frau Minnetroſt im Zauberring fächelt ſie mir mit Lilienſtengeln Frieden in das unruhig ſchwellende Herz. Manchmal ſchmerzt es mich, wenn ich ſie ſo mild und ohne allen Argwohn neben mir gehen ſehe, als ob.
Aber ich meine es nicht böſe. Ich will mich bloß überzeugen und mit mir ſelbſt über meine Handlungs⸗ weiſe einig werden.
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Ich ſchwärme draußen herum in dieſen warmen, ſchattenloſen Nächten, in dieſem magiſchen Schein eines Lichtes, das ſich nicht zeigt, nicht verräth. Schlaf habe ich wenig. Warum auch ſchlafen, wenn man leben und genießen kann? Ja, ich genieße jetzt das Leben einen Augenblick, aber beinahe ſo, wie unſere Ureltern die verbotene Frucht genoſſen.
Den Tag über bin ich viel bei der alten Dame und bei der Innerſten, von der ich Dir ſchon ge⸗ ſchrieben habe, und von der ich immer noch nicht weiß, was ſie iſt. Ein natürliches Menſchenkind iſt ſie gewiß nicht. Denn ſie verſteht Griechiſch und Latein, ſie liest den Herodot, den Tacitus, den Livius bis tief in die Nächte hinein, ſie ſpricht wie ein Phi⸗ loſoph uud kann mitunter über Nichts ſcherzen und


