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ſelbſt wenn ſie Fremdlinge im Hauſe der Erſteren ſind,
antrifft. Bei Beiden machte ſich eine mütterliche und
eine kindliche Zuneigung geltend, die namentlich für ihn, den Mutterloſen, etwas Entzückendes und Rüh⸗ rendes hatte. Man kann dieß deutlich aus den Notizen erſehen, die er um dieſe Zeit für ſeinen Freund nieder⸗ ſchrieb und die eben vor uns liegen.
Aus Cheodor's Prief.
Bragesholm, den Juli.
Es macht einen eigenthümlichen Eindruck, wenn man aus dem großen Gaſthof der Welt, wo Alles ſich bewegt und unter einander herumfährt, in ein Haus tritt, wo man ſeine bleibende Wohnung nehmen möchte. Die Ruhe im Hauſe, die ſtille Ordnung in der alltäglichen Bewegung, Alles trägt ein Gepräge von Frieden und Stetigkeit, worüber man ſich ver⸗ wundert, wenn man auf dieſem rollenden Erdenklos lange Zeit von einem Welttheil in den andern hin⸗ übergerollt iſt und die Heimath beinahe vergeſſen hat. Im Hauſe begegnet man Dienern mit freundlichen, hellen Geſichtern: die älteſten ſind ſchon mindeſtens zwanzig Jahre da, die jüngeren ſind Kinder von Gutsunterthanen, die es für ein Glück anſehen, daß dieſelben im Herrenhauſe erzogen werden. Alle ſehen heimiſch, ruhig, verſtändig, zufrieden aus.
Frau Cäcilie führte mich geſtern durch die Zim⸗ mer, ſagte mir ihre Namen und Traditionen— denn jedes Zimmer hat ſeine eigenen— zeigte mir auch die alten Gemälde, Familienbilder, Frau Märtha Orrhane und ihre Malereien und Inſchriften in dem großen Saal, die große Freude genannt, und erzählte mir von meinen Ahnen.... Wie meinſt Du wohl, daß mir dabei zu Muthe wurde? N
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