Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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zu Ina.„Wir dürfen bei dem allgemeinen Freierſpiel

hier doch nicht allein leer ausgehen. Ich warte jetzt

bloß noch darauf, daß unſer junger Künſtler ſich für

eine von uns Beiden erklärt.“

Die Jünglinge Yngve und Arvid hatten gleichfalls ihre Bekenntniſſe abzulegen, und im Beichtſtuhl der Familienliebe wurden auch ſie der Mutter und der Innerſten vorgetragen. Aber ſie waren nicht ſo gefühl⸗ voller Natur wie die erſteren. Yngve ſtand auf dem Scheidepunkt zweier Wege, die ihm zur Beförderung offen ſtanden und war in der Wahl und Qual zwiſchen ihnen. Zu ihm ſagte die Mutter:

„Frage nicht, wo Du die größten Vortheile ge⸗ winnen wirſt, ſondern nur, wo Du mit Deinem Pfund Deinem Vaterland am meiſten uützen kannſt.“

Arvid hatte ſeine Bahn mit ungewöhnlichem Er⸗ folg begonnen, war aber auch ſchon auf Widerwär⸗ tigkeiten, Neid und Feindſeligkeiten geſtoßen, und das regte ihn bitter auf.

Zu ihm ſagte die Mutter:

„Fürchteſt Du die Stürme? Weißt Du nicht, mein Sohn, daß der junge Baum nur durch ſie zu einem großen und ſtarken heranwachſen kann? Aber laß Dich nicht durch das Böſe überwinden, ſondern überwinde Du das Böſe durch das Gute.“

Verliebt waren die Jünglinge nur in die Mutter und die Schweſtern, entzückt nur von den Reizen der Natur und des Landlebens.

Was Theodor betrifft, ſo war er nicht weit ent⸗ fernt von dem Bekenntniß, von welchem Frau Cäcilie ſcherzend geſprochen. Zwiſchen der alten Frau auf Bragesholm und ihm hatte ſich ein gewiſſes Verhältniß

ebildet, das man nicht ſelten bei liebenswürdigen Matronen gegenüber angenehmen jungen Männern,