Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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als die jungen Leutchen da, die ſich ſammt und ſonders von der Liebe haben überraſchen laſſen.“

In dieſem Ton ſcherzte und eiferte Frau Cäcilie, bis das Fräulein wirklich in Verlegenheit gerieth und zuletzt ganz betrübt wurde. Aber kaum ſah Frau Cä⸗ cilie eine Thräne in die ſchönen braunen Augen kom⸗ men, ſo umarmte ſie ihre Freundin und ſagte:

„Liebe Emeli, ich habe ja nur geſcherzt. Aber jetzt in allem Ernſte: Glückauf! Ich habe von dem Oberſten G. viel Gutes gehört, und er macht auf mich ganz den Eindruck eines Ehrenmanns. Und macht er

Dich glücklich, ſo ſoll es mich nicht verdrießen, daß

auch Du, wie alle Andern, mich verläſſeſt, und daß ich meine verneſtelten Gewebe allein entwirren muß. Aber Eines behalte ich mir vor, nämlich: daß ich Deine Hochzeit ausruͤſten darf, und zwar hier auf Brages⸗ holm. Ich will mich auf irgend eine Weiſe bei der allgemeinen Freierei hier betheiligen. Und vielleicht haben wir mehr als nur Eine Hochzeit zu feiern.“ Wenn jetzt der kleine Knirps wirklich gekommen und mit dem Bekenntniß hervorgerückt wäre, er ſei von der Liebe überraſcht worden, habe ſeine Wahl getroffen und ſein Herzchen verſchenkt, ſo hätte er weiter Nichts als die Wahrheit geſagt. Und Frau Cäcilie merkte das Alles und mußte lächeln, als ſie im Verlauf des Tages den kleinen Knirps ſo aufgeräumt um die ſchöne, kleine Naima herum hüpfen und ſpielen und ſo augen⸗ ſcheinlich verliebt thun ſah, daß die Kinder bald von Allen Bräutigam und Braut genannt wurden. Als endlich am Abend der alte Verwalter, nachdem er ſeinen Rechenſchaftsbericht über die Arbeiten des Tags vor⸗ getragen, unter allerlei ſeltſamen Krümmungen und ſchamhaftem Huſten erröthend das Bekenntniß ablegte, er ſei geſinnet, mit der tugendfeſten Jungfer Liſe in den Stand der Ehe zu treten, und die Beiden ſeien bereits einig, wenn die gnädige Frau es zugeben wolle, da—

ja da begann Frau Cäcilie wirklich zu i es

ſei eine Verhexung im Spiel, und die Johannis⸗

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