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habe Ida als meine Braut geküßt und ihr Verſprechen empfangen, für den Fall daß Du, liebe Mutter, meine Wahl billigeſt; dieß war ihre Bedingung. Und nun iſt ſie mit mir zurückgekehrt, um Dich zu bitten, daß Du Deine Kinder ſegneſt.“
Frau Cäcilie ſeuſzte ſchwer und bedeckte ihre Augen mit der Hand.
Adolph erzählte ihr jetzt in Kürze, wie er ſeine erſte Bekanntſchaft mit Ida in einem ausländiſchen Bade gemacht, welchen Eindruck ſie ſchon damals durch ihre Seelenſtärke und Faſſung unter den ſchwierigſten Verhältniſſen auf ihn hervorgebracht habe, wie er nun⸗ mehr auf der Reiſe nach Avaſaxa wieder mit ihr zu⸗ ſammengetroffen und was zwiſchen ihnen vorgefallen ſei. Er ſagte Alles offen und ehrlich. Frau Cäcilie ſchwieg fortwährend und hielt noch immer ihre Angen mit der Hand bedeckt.
„Mutter! liebſte Mutter!“ ſagte endlich Adolph tief erſchüttert,„ſprich doch zu mir, ſieh' mich an! Iſt's möglich, daß Du ſo tief verletzt ſein kannſt, daß es Dir ſo ſehr zuwider ſein kann, dieſe herrliche Ida, deren Charakter Du, wie ich weiß, bewunderſt, als Tochter aufzunehmen? Wenn es ſo iſt, ſo verzeihe mir, liebe Mutter, dieſen Kummer, und glaube mir, daß er in Bälde durch meine und ihre Liebe zu Dir, durch das Glück, das Du Deine Kinder um Dich her genießen ſehen wirſt, geſühnt werden ſoll. Denn ich weiß ja, Du willſt bloß unſer Wohl, unſer Beſtes. Aber ſprich ſprich doch zu mir, liebe Mutter!“
„Adolph,“ ſprach Frau Cäcilie gefaßt, aber noch im⸗ mer ſehr blaß,„ich will aufrichtig gegen Dich ſein. Du biſt mir ſehr lieb geweſen und biſt es noch. Keiner von meinen Söhnen iſt mir theurer. Und ich kann nicht leugnen, daß dieſer Dein Schritt mir vielen Kum⸗ mer macht. Ich halte ihn für übereilt. Ida iſt nicht die Frau, die ich als Virginiens Nachfolgerin an deiner Hand, in meinem Hauſe gewünſcht hätte. Ich glaube nicht, daß ſie einen Mann glücklich machen kann. Ihr
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