Welt. Die lieben Berge Norrlands, das Thal und Dich, liebe Mutter, muß ich jetzt bald verlaſſen... Es muß geſchehen.“
„Und warum muß es geſchehen? Soll ich's Dir ſagen, Frau Sola?. Weil Du zu ſtolz biſt, zu ſtolz, um eine Heimath, einen Schutz anzunehmen, ſelbſt von der alten Freundin, Deiner Mutter, nicht, von derjenigen, die Du in Deiner Kindheit Mutter nannteſt.“
„Nein,“ antwortete Ida,„nicht zu ſtolz, um et⸗ was von ihr anzunehmen, ſondern weil ich bei meiner Verheirathung mir ſelbſt und meiner ſtolzen Familie gelobte, niemals fremde Leute um Hülfe anzuſprechen; weil ich nicht bloß für mich ſelbſt, ſondern auch für mein Kind Brod verdienen und für ſeine Zukunft ſor⸗ gen muß. Die Harfe muß erklingen, ſo lange ihre Saiten noch geſpannt ſind. Eine Muſiklehrerin muß arbeiten, ſo lange ſie noch kann. Und Du ſelbſt, liebe Mutter, würdeſt Du wünſchen, daß ich anders handelte?“
„Nein,“ erwiederte Frau Cäcilie,„ich wünſche es nicht, denn ich glaube, daß Du recht handelſt. Auch will ich Dich nicht hindern, mich zu verlaſſen, ſo hart es mich ankommt, und ſo ſehr mich namentlich Dein baldiger Aufbruch ſchmerzt. Aber Dein Mädchen, die kleine Naiina, die hole ich mir von Tornea herunter, und ſie muß wenigſtens den Winter über bei mir blei⸗ ben. Es iſt mir nicht recht wohl, wenn ich nicht kleine Kinder um mich habe. Der kleine Knirps muß ohnehin jetzt einen Leſe⸗ und Spielkameraden haben; Dein Kind ſoll mich über Deinen Verluſt tröſten, Frau Sola. Denn ſo viel Freude, wie Du mir jetzt mit Deiner Muſik machteſt, habe ich lange nicht gehabt. Aber bevor Du abreiſeſt, möchte ich wünſchen, daß Du noch nähere Bekanntſchaft mit meinen Kindern machteſt, die ſich jetzt alleſammt bald hier verſammeln werden; mein Sohn Adolph mit den Andern, welche Du, wie ich weiß, bereits geſehen haſt. Er iſt bloß mein Schwie⸗ gerſohn, aber ich glaube, meine eigenen Söhne könn⸗
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