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kum; dieſes vermißte ihn allenthalben, und äußerte ſeine Sehnſucht ſo laut nach ihm, daß Zitterbart den unent⸗ behrlichen Mann neuerdings herbeirufen und zum Dirck⸗ tor ſeines Theaters machen mußte“
In der Schikaneder⸗Zitterbart'ſchen Zeit blühten die Spektakelſtücke, wo Garderobiers, Maſchiniſten und Maler, Eine Kompagnie Füſeliere und Ein Zug Ka⸗ vallerie zu den Stützen des Theaters gehörten; damals ſchon kam die Gräfin Waltron— in dem gleichnamigen Stücke, in einem eleganten Piroutſch, mit einem ganzen Poſtzuge(vier Pferden) auf die Bühne gefahren, und der Prinz mit ſeiner Suite kamen hoch zu Roß in's Lager geſprengt.
Enorme Einnahmen— aber auch enorme Koſten!
Die fixen Ausgaben allein beliefen ſich jährlich auf 158.000 Gulden.
Trotzdem wurden gute Geſchäfte gemacht, bis ein plötzlicher Zwiſchenfall eine neue Wendung herbeiführte.
Um dieſes zu erklären, müſſen wir in der Zeit ein wenig zurückgreifen.
Am 24. Februar 1801 wurde die„Zauberflöte“ zum erſtenmale im Kärnthnerthor⸗Theater aufgeführt, und blieb durch das ganze Jahr an dieſer Bühne die ein⸗ zige beliebte, deutſche Oper.
Das geſchah nun offenbar zum großen Schaden
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