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mauns Zitterbart, welcher beim Bau des Theaters pe⸗ kuniär betheiliget war, bewogen das Theater ſammt dem Privilegium und dem ganzen Fundus in- structus an Zitterbart um die noch heraus zu zahlende
Summe von 100.000 Gulden abzutreten.
Zitterbart wurde alleiniger Eigenthümer und Di⸗ rektor; Schikaneder dagegen begab ſich auf's Land und erſchien nur ſelten, um eine oder die andere ſeiner belieb⸗ ten Rollen zu ſpielen.
Was geſchah nun?
Hören wir wieder den bereits oben angeführten Zeitgenoſſen:
„Zitterbart vermehrte ſein Perſonale, bezahlte es gut, auch wohl überflüßig, wußte ſogar Leute von den Hoftheatern an das ſeinige zu ziehen und ſorgte beſonders für Sänger und Sängerinnen.“
„Nebſt den cigenthümlichen Lieblingsſtücken ſeiner Bühne, fing er jetzt an hauptſächlich Singſpiele von den pariſer Theatern zu geben, die zum Theil recht gut exequirt und häufig mit neuen und immer neuen gewechſelt wurden, daß ſein Haus ſtets voll war.“
Das dauerte aber nicht lange!
Der eben citirte Zeitgenoſſe, welcher offenbar nicht zu den Gönnern Schikaneder's gehörte, grſteht es ſelbſt ein. „Schikaneder,“ ſchreibt er,„hat ſein eigenes Publi⸗


