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Güte des alten Saraſtro, mit dem ſtandhafteſten Muthe, und wird endlich mit ſeiner Pamina in den Tempel des Glücks aufgenommen, wo ſie ſeine Gattin wird.“
„Sein Begleiter Papageno, der Anfangs, ſo lange das Abenteuer recht nach Wunſche ging, guten Muths und ſelbſt prahleriſch war, iſt im Grunde ein ſchwacher und roher Menſch, der, ſo gern er auch glücklich ſein möchte, doch jede Anſtrengung und Schwierigkeit haßt und beſonders ſich nicht gern etwas verſagt.“
„Während Tamino geduldig alle auferlegten Proben aushält, denkt er nur auf ſeine plumpen Vergnügungen, freſſen und ſaufen.“
„Er ſieht indeß bald ein, daß Alles dies doch nicht wahrhaft glücklich macht, und will daher, ſeines Lebens ſatt und furchtſam vor kommenden Gefahren, ſich aufhän⸗ gen. Zur rechten Zeit wird er jedoch durch die guten Ge⸗ nien eines Beſſeren belehrt, und gibt, wiewohl immer höchſt ungern, dem alten Weibchen(der Gleichheit, als der älte⸗ ſten Eigenſchaft des menſchlichen Geſchlechtes) ſeine Hand, das ſich nun wieder in ein holdes Mädchen verjüngt und den Papageno glücklich macht.“
„Das Auszeichnende an Papageno iſt: ſchöne Fe⸗ dern über den ganzen Leib, wegen ſeiner Eitelkeit. Die Hirtenpfeife bezeichnet ſeine Rohheit, und das Glockenſpiel(wornach Alles tanzen muß, als eine Wir⸗


