Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Tamino, gerührt von der Güte des trefflichen Alten, überzeugt von der Wahrheit ſeiner Aeußerungen, überläßt ſich nun mit ganzer Seele dem Saraſtro, be⸗ ſonders da ihm dieſer feierlich verſpricht, ihm die holde Pamina zur Ehe zu geben.

Saraſtro beruft nun ſeine Prieſter zuſammen, um ihnen vorzutragen, daß er den Tamino werth halte, in den Tempel der Ehre und des Glücks aufgenommen zu wer⸗ den, und läßt ſie darüber ſtimmen.

Auch dieſe halten ihn einſtimmig deſſen würdig; ihre Verhandlungen darüber drücken ſie durch weit ſchal⸗ lende Sprachröhre aus, zum Zeichen, daß ſie an dem gan⸗ zen Erdboden gerichtet ſind.

Auch erleuchten die Prieſter bei der Aufnahme des Tamino die grauſenvollſten Oerter mit Fackeln, anzu⸗ deuten, daß endlich auch die Fackel der Aufklärung in die finſterſten Gegenden des Weltalls dringe.

Ehe aber Tamino wirklich in den Tempel des Glücks gelangen kann, muß er ſich alle die mühſeligen Vorbereitungen gefallen laſſen, welchen ein jeder Ein⸗ geweihte ſich unterwerfen mußte.

Hieher gehört das ihm auferlegte Schweigen, das Verweilen an grauſenvollen Oertern und endlich die fürchterliche Probe des Feuers und des Waſſers.

Alles das beſteht Tamino, überzeugt von der