Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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geſetzt wurden, ſehr gern durch ihren Einfluß die Staats⸗ veränderung bewirken halfen) ſeine Reiſe in die Staaten des ſo ſehr verſchrieenen Saraſtro an. Aber wie erſtaunt er, als er in Dieſem gerade das Gegentheil von dem findet, was er erwartet hatte!

Saraſtro iſt zwar ein mächtiger und glänzender König, aber dieſe Macht und dieſer Glanz ſind nicht auf den Ruin der Unterthanen, nicht auf den Schweiß und das Blut ſeines Volkes, ſondern auf d die beſte Regierungs⸗ form gegründet, daher ihn auch ſeine Unterthanen innig lieben und unter ſeinem weiſen Szepter höchſt glücklich ſind.

Er erſcheint auf einem von wilden Thieren gez genen Triumphwagen; anzudeuten, daß geſ ererb Weisheit die natürliche Rohheit des ren mildert, und daß ihr die ganze Welt mit Freuden ſich unter⸗ wirft.

Statt den Tamino, wie dieſer feindſelig zu behandeln, kommt ihn Saraſtro mit Liebe entgegen; ſagt ihm, daß er von der Königin der Nacht betrogen, offenbar in ſein Unglück rennen würde, wenn er Willens wäre, den Verſuch zur Ausführung ſeines Vorſatzes zu wagen, und bietet ihm freiwillig an, ihn in den Tempel der Ehre und Slutſeigkeit zu ihren, wenn er ihm folgen wollte.