Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Um die Mittagszeit glaubte Mozart ſich etwas beſſer zu fühlen; mehre Freunde waren zu Beſuche er⸗ ſchienen.

Kinder, ſagte er zu den Anweſenden,wollt Ihr mir eine Freude bereiten? Alle drängten ſich um ſein Lager.So laßt uns, fuhr er fort,mein Requiem ſingen.

Niemand wagte eine Einwendung; ſie wäre ohnedies fruchtlos geblieben.

Man reichte dem Sterbenden die Partitur.

Schack ſang Sopran; Hofer, Mozart's Schwager, den Tenor; Gerl Baß, und der todtkranke Meiſter die Altſtimme.

Die Wirkung dieſer Kompoſition, zu dieſer Stunde, an dieſem Orte, war eine erſchütternde!

Die drei Männer fühlten Todesſchauer ihre Adern durchrieſeln; als ſie zu den erſten Takten desLacry- mosa gelangten, fing Mozart heftig zu weinen an, legte die Partitur bei Seite und eilf Stunden ſpäter war er todt!

Er ſtarb am 5. Dezember um Ein Uhr Morgens.

Bis zwei Stunden vor dem Tode behielt er ſeine volle Befinnung; ſeine letzte Bewegung war ein Aufbla⸗ ſen der Backen und ein Ausdruck des Mundes, der erken⸗ nen ließ, daß er Paukenwirbel ausdrücken wolle.

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