Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Der Lauſcher hinter der Glasthüre wog bedenklich ſeinen Kopf und murmelte:Die lügt wie gedruckt!

Die Swiljngsſchweſter fuhr in Einem Athem fort: Meine arme Schweſter, die Natur iſt mit ihr unbarm⸗ herzig verfahren, ſonſt würde ſie ohne Zweifel, wie ich, ihr Glück in der Welt machen. Ich weiß nicht, ob ſie es Ihnen geſagt hat, daß ſie von der ſeligen Baroneſſe von Helm auf dem Schloſſe wie ein Fräulein erzogen wurde. Du lieber Gott! es iſt Alles recht ſchön ſie ſpricht Sprachen wie ein Profeſſor, ſingt wie eine Primadonna, tantzt wie eine Sylphide; was nützt es aber? die Haupt⸗ ſache, die Taille, das hübſche Geſichtchen fehlen. Seh'n Sie mich an, Herr Graf, ich bin nicht ſchön, aber hübſch bin ich, und ehe vier Wochen ins Land gehen, werde ich Frau Baronin ſein. Mein Alfred reiſ'te durch Gräz, ſah mich, verliebte ſich in mich wie ein Ritter aus alter Zeit; ſeine Mutter liebt ihn, wie man einen einzigen Sohn zu lieben pflegt, und ich ich bete ihn an und ſeine Mutter. Die brave, ſeelengute Frau! ſie holte mich perſönlich nach Wien ab, und in vierzehn Tagen feiere ich mit ihrem Si die Vermählung.

Die Zwillingsſchweſter der Kammerjungfer ſchwatzte

wie eine Elſter und begleitete ihre Reden mit entſprechen⸗ der lebhafter Mimik.

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