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„Warum nicht?“ „Weil ſie mir aufgedrungen wird.“
„Scipio, Du willſt mich zur Strenge treiben?“ „Gnädige Frau Tante ſind zu gütig, um mein Un⸗ glück zu wollen.“
„Ah! Du nennſt die Verbindung Dein Unglück? Du biſt alſo ſchon anderweitig verliebt?“
Der junge Graf ſchwieg.
„Dein Schweigen iſt eine Bejahung meiner Frage; wer iſt denn die Dame Deiner Wahl?“
Scipio, dem es darum zu thun war, Zeit zu gewin⸗ nen, antwortete:„Ich werde Ihren Wunſch erfüllen, ſo⸗ bald ich über meinen Herzenszuſtand im Klaren bin; gönnen Sie mir nur einige Wochen Zeit.“
„Nein, mein Herr Neffe, ich kann die verlangte Friſt nicht gewähren. Im Juni reiſt die Familie der Komteſſe in's Bad, von dort auf die Güter, und kehrt erſt zur Win⸗ ter⸗Saiſon zurück; die Verlobung muß noch in dieſem Monate gefeiert werden; ſo iſt es verabredet und be⸗ ſchloſſen.“
Den jungen Grafen empörte zwar die Art, daß mit ihm wie mit einer Waare verfügt wurde, er beherrſchte ſich jedoch und ſagte bloß:„Gnädige Frau Tante haben alſo beſchloſſen, mich meine Abhängigkeit von Ihrem Wohlwollen in ſo bitterem Maße fühlen zu laſſen?“


