Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Apropos! weißt Du, warum unſere Vorfahren das Ge⸗ müſe einMuß nannten?

Nun, warum denn?

Weil ſie bloß Mehlſpeiſen gerne aßen; wenn nun Gemüſe auf den Tiſch kam, nöthigten ſie einander: Du, muß eſſen!

Der Spaß ſtammt wieder aus Deiner Fabrik; was aber iſt's mit dem Duett?

Richtig! das Duett! meinethalben, beſchäftigen wir uns damit. Deine Muſik, Freund, iſt ſchön, ja ſogar prächtig. Wenn Du mir garantirſt, daß das Publikum bei der Aufführung der Oper aus lauter Albrechtsberger, Jaquin, Vogler, Lichnowsky ꝛc. ꝛc., kurz aus lauter Muſik⸗ kenner beſtehen, ſo läßt Deine Muſik nichts zu wünſchen übrig; weil es aber hinterm Ofen, das heißt auf der Ga⸗ lerie auch Leute gibt, die gerne Muſik hören, ohne daß ſie von ihren innern Schönheiten einen Begriff haben...

Kurz und gut, fiel ihm der Kompoſiteur gut⸗ müthig in's Wort,die Muſik zum Duett iſt Dir zu ge⸗ lehrt.

So ſt's, Brüderl!

Mezart nahm die Skizze und zerriß ſie.

Wart', rief er,wir wollen gleich was Anderes

aufſetzen.