——————— — F*
16
Und ſchon ſaß er im Nebenzimmer und warf mit flüchtiger Hand Notenköpfe auf's Papier. Während dem fuhr Schikaneder fort, Zuckererbſen
mit Gansleber zu ſpeiſen. M
„Da iſt's,“ rief der Kompoſiteur nach einigen Mi⸗ beſ nuten und begann die hingeworfene Melodie zu ſingen.
Der große Emanuel kniff dem Freunde die Wange ſtre und ſagte:„Du beutelſt die Melodien aus dem Aermel; weil Du aber gar ſo ſchön beuteln kannſt, ſo beut'l zu, Ar Brüderl; die zweite Muſik geht ſchon mehr in's Ohr als aue die frühere, allein für meine olympiſchen Götter iſt ſie mir Di doch noch zu künſtlich. Schau', ich denk' mir die Melodie Oy zu dieſem Text ungefähr ſo...“ Leb
So ſprach Schikaneder und trällerte eine einfache, übe faſt gemeine Weiſe. der
Der poetiſche Geiſt des Meiſters kriſtalliſirte im Nu unt den ordinären Gedanken. Du
„Sollſt ſie haben!“ rief er und begann neuerdings ſint
zu ſchreiben. Diesmal währte es ein wenig länger, denn er führte die Piece mehr in's Detail aus. Schikaneder rührte ſich nicht aus dem Armſeſſel, ſondern trank und ließ eine weitere Speiſe auftragen. Gl „Emanuel!“ „Schon fertig?“


