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„Ob Requiem oder Meſſe oder ſonſt was! es iſt eine Kompoſition; der Mäcen kennt Deine Verhältniſſe und ſendet Dir das Honorar im Voraus!“
„Wozu aber das Geheimnißvolle?“
„Bah! Dein Verehrer iſt ein wenig exentriſch...“
„Verehrer, ſagſt Du? Vielleicht iſt er einer meiner Todfeinde?“
„Wolfgang, ich bitte Dich, gib die Idee von Tod⸗ feinden auf, damit ſie nicht fix werde. Du beſitzeſt Feinde, wo hat je ein großes Talent ohne ſolche gelebt? ſie ſind jedoch nicht Deine perſönlichen Feinde, ſondern Feinde Deiner Kunſt.“
„Das bekomme ich von Euch Allen zu hören.“
„Weil es die Wahrheit iſt, und weil dieſe allein vermögend iſt, die gefährliche Idee zu zerſtören, bevor ſie zum Wahn wird, der wie ein giftiger Wurm Dein Gemüth zerfreſſen würde. Deine Feinde haſſen Deine Schöpfungen, weil ſie unter der Wucht des gigantiſchen Geiſtes ſich erdrückt fühlen; ſie wiſſen aber recht wohl, daß es jetzt eine Thorheit wäre, den Menſchen Mozart zu tödten, nachdem ſein Genie ſie Alle bereits niederſchlug. Glaub' mir, Wolfgang, es iſt nichts! Womit Du Dich herum guälſt, iſt ein Phantom; ich beſchwöre Dich bei Deiner Kunſt, für die Du lebſt und ſtirbſt, entſchlage Dich der unſeligen, ſchwarzen Gedanken. Räthſelhaft, in
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