zig uf⸗
im⸗
ſchlägt, dann iſt er krank oder unglücklich!
191
meres befürchten. Wenn Wolfgang Mozart ſo viel Gold⸗ ſtücke beſitzt und trotzdem einen ſolchen Miſerere⸗Ton an⸗ 1.
„Miserere!“ murmelte der Meiſter, und ſprach das Wort aus, als ſuche er eben Töne, um es Einem, der es nicht verſtand, durch den Klang zu verdeutſchen.
„Ah! ich glaube zu errathen!“ ſagte jetzt Süß⸗ mayer;„Mozart komponirt eine neue Meſſe.“
„So rede doch!“ drang Albrechtsberger in ihn; „was iſt vorgefallen? Oder ſind wir nicht mehr Deine Freunde?“
Mozart ergriff eines Jeden Hand, drückte ſie mit Wärme und ſagte:„Nehmt den Weg nach einer entlege⸗ neren Baſtei; die Einſamkeit thut mir heute wohler, dort will ich Euch den Grund meiner Mißſtimmung mit⸗ theilen.“
Man ſchlug die Richtung gegen die Kärnthnerthor⸗ Baſtei ein— das Kleeblatt beobachtete ein faſt unheim⸗ liches Schweigen, bis Mozart an der angegebenen Stelle angelangt, das Wort ergriff.
„Vor einigen Tagen,“ begann er,„als ich eben im Fortgehen aus meiner Wohnung begriffen war, trat ein Fremder zu mir in die Stube und übergab mir ein Schreiben.


