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willig und gerne dem Erſteren: das Talent huldigte mit en dem Genie!
Doch ſiehe da! Mozart, der ſonſt Kennern gegen⸗ über gerne von ſeiner Kunſt ſprach, der in Geſellſchaft von Freunden nie zögerte, die Schätze ſeines Geiſs zu enthüllen, Mozart blieb heute wortkarg, nachdenkend, in ſich verſunken, obwohl die Kirchgäßner das zweite Thema war, welches Süßmayer in den Kreis der Veſprech un ze ʒiehen verſuchte.
Er wie Albrechtsberger hatten wohl gleich die Ver⸗ ſtimmung des Freundes erkat mt, doch wähnten ſie, durch
das Intereſſe, welches die Kunſt ihm ſtets einflößte, ſie verſcheuchen zu können— umſonſt! der Meiſter blieb ein⸗ ſilbig, wie bisher
„Wolfgang,“ begann jetzt der Hoforganiſt,„Du biſt zerſtreut, Du antworteſt nicht, nimmſt keinen Theil an unſerer Unter haltung, das hat bei Dir was zu bedeu⸗ ten.. Was fehlt Dir? Biſt Du unwohl?“
Mozart verneinte durch eine Kopfbewegung.
„Drückt Dich eine Sorge?“
Der Meiſter murmelte:„Ich trage fünfundzwanzig Dukaten in der Taſche, wie könnte da eine Sorge auf⸗ kommen?“
„Der Ton Deiner Antwort läßt mich noch Schlim⸗
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