Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

184

guf⸗ und abſpazierte, mochte er freilich nicht ahnen, daß er drei Jahre ſpäter in Paris, wo man eben Menſchen⸗ köpfe mäh'te, als geheimer r Agent verhaftet und guilloti⸗ nirt werden würde.*)

Gott zum Gruß! ruft Trenk einem, ihm entge⸗ genkommenden Manne zu, der in der Mitte der Vierzig ſtehend, ſchon durch ſein Aeußeres eine exentriſche Natur verrieth:was macht der öſterreichiſche Rouſſeau auf der Baſtei?

Dieſe Frage, oder vielmehr die dem Manne bei⸗ gelegte Bezeichnung frappirt den Leſer: wer mag es ſein?

Die Wenigſten werden ſich auch nur des Namens erinnern, ſeiner Schriften ſicher Niemand.

Armand Berghofer war Lehrer der deutſchen Sprache an der Hauptſchule zu Steyer in Oberöſter⸗ reich, dann Direktor, toh nur kurze Zeit; er war wie Trenk allezeit malkontent.

Er ſelbſt fatirte ſich alsNaturmenſch Wieland nannte ihn den öſterreichiſchen Rouſſeau.

Dieſe Titulatur entzückte ihn noch im 80. Lebens⸗ jahre, obwohl dieRouſſeaus anno 1825 nicht zu den erlaubten Perſonen gehörten.

Er ſchriebEmpfindungen aus ſeinem Leben und

7) Im Juli 1794.