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General Roßwurm : historischer Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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Die Fremde lud durch eine Handbewegung den Meiſter ein, ſich ihr zu nähern und auf einem Stuhle ihr gegen⸗ über Platz zu nehmen.

Nachdem er dieſer Weiſung nachgekommen, tönte hinter dem Schleier hervor eine äußerſt wohlklingende Stimme, die ſich alſo vernehmen ließ: Meiſter, ich war Zeuge des Kampfſpieles und bewundere Euere Geſchicklichkeit, wäre der junge Kavalier, der Euch beſiegte, nicht der fünfte, ſondern der erſte Eurer Gegner geweſen, der Erfolg würde ein anderer geworden ſein. Euer Zuſtand erlaubt mir nicht, Euch lange aufzuhalten, ich will mich daher mit meinem Anliegen beeilen.

Lametzhofer ſchaute die Verſchleierte erwartungsvoll an.

Legt Ihr auf den Beſitz des Ringes, den der Fremde Euch gab, hohen Werth?

Dieſe Frage kam dem Meiſter ſo unerwartet, daß er um die Antwort verlegen war.

Endlich erwiederte er: Ich weiß den Namen des Spen⸗ ders; obwohl ich nicht die Ehre genieße, ihn näher zu kennen, iſt's doch gewiß, daß er ein franzöſiſcher Kavalier und darin beſteht für mich der Werth des Ringes.

Mein Page theilte mir mit, der Marquis habe Euch gegen Vorweiſung des Ringes ſeinen Dienſt verheißen.

Darauf, gnädige Frau, leg ich keinen Werth, ich werde ſchwerlich in die Lage kommen, von ſeinem Anerbieten Gebrauch zu machen.

Ich will Euch ohne Umſtände bekennen, daß ich mich in ſolcher Lage befinde und daß deshalb der Ring für mich von großem Werthe iſt.

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