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General Roßwurm : historischer Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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Eindruck ſeines Sieges zu erkunden, reichte dem Meiſter mit echt franzöſiſcher Courtviſie die Hand und ſagte: Ihr ſeid ein vortrefflicher Fechter, daß ich den Sieg davon trug, verdanke ich weniger meiner Kunſt als der körper⸗ lichen Leichtigkeit, die ich vor Euch beſitze. Nehmt zum Andenken an das heutige Spiel dieſen Ring, und ſolltet Ihr oder irgend Jemand von den Euren in die Lage ver⸗ ſetzt werden, meiner Hülfe zu benöthigen, ſendet mir den Ring und ich werde Euch beiſtehen.

Damit grüßte er freundlich und verſchwand von dem Kampſfplatze.

Erſt als er fort war, begannen auch die Zuſchauer, die ſich nur ſchwer von ſeinem Anblicke trennten, ſich zu entfernen, nicht ohne beifällig zu murmeln oder ſogar ihre Bewunderung noch immer laut zu äußern.

Lametzhofer verband die Wunde, befahl ſeinem Diener, die Waffen von der Kampfſtätte zu tragen und ſchickte ſich an, dieſe zu verlaſſen, als ein herrſchaftlicher Page ſich ihm näherte und ihn erſuchte, ihm zu folgen.

Auf die Frage:Wohin? antwortete der junge Menſch: eine fremde Dame, die hier in der Herberge einlogirt, wünſche mit dem Meiſter zu ſprechen.

Lametzhofer, ſeine üble Stimmung beherrſchend, die Ermüdung nicht achtend, folgte der Einladung.

Der Page führte ihn in das zweite Stockwerk, öffnete eine der Thüren, und nachdem der Meiſter des Schwerts eine Vorſtube durchſchritten, gelangte er in ein Gemach, wo eine ſchwarzgekleidete und dicht verſchleierte Frau ihn erwartete.