den Umweg über die Treppe zu erſparen— in den Hof hinabſprang und zwar in ſo mächtiger Weite, daß er kaum drei Schritte von Lametzhofer entfernt, kerzengerade zu ſtehen kam.
Ein Beifallsſturm der Zuſchauer lohnte den verwegenen Sprung, darauf folgte wie aus einem Munde ein Ruf der Verwunderung, des Entzückens.
Letzterer galt der Perſönlichkeit, der Erſcheinung des jungen Mannes.
Er war im vollſten Sinne des Wortes ein Adonis.
Dem Wiener Fechtmeiſter gegenüber ſtand der Alci⸗ biades des franzöſiſchen Hofes— Marquis Francois de Baſſompiere!
Man erlaſſe uns, die Perſönlichkeit des jungen Man⸗ nes zu ſchildern, ſie wäre unvollkommen, wenn wir auch noch ſo viele Worte verwendeten, nur der bildenden Kunſt iſt es vorbehalten, getreue Portraits zu bieten.
Um aber doch ein beiläufiges Bild zu liefern, ſei er⸗ wähnt, daß der Marquis, damals vierundzwanzig Jahre alt, von ſchlankem, tadelloſem Wuchſe war.
Sein Lockenhaar, die deutſche Abſtammung verrathend, war blond, das Auge tiefblau, auf dem Antlitze miſchten ſich Lilienſchnee und Roſenblut; dabei entfaltete er in jeder ſeiner Bewegungen eine unnachahmliche Grazie, jetzt bieg⸗ ſam wie ein Weidenzweig, dann wieder hart und ſtarr wie ein Eichenſtamm.
Man durfte ihn nur anblicken und man wußte auch
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