das Spiel fortſetzen, um ſeine Geſchicklichkeit wieder zu Ehren zu bringen, allein da dem Wortlaute des Pro⸗ gramms Genüge geſchehen, da bereits Blut floß, und die Erbitterung leicht zu einem tödtlichen Stoße hätte führen können, ſo mußte der Beſiegte abtreten und ſeinem geſchick⸗ teren Rivalen den Kampfplatz überlaſſen.
Er war aber auch ein Mann dieſer Lametzhofer, wie geboren zum Meiſter des Schwerts.
Schon ſein Aeußeres flößte Reſpekt ein.
Sein Bruſtkaſten ein gewölbter Panzer von Bein, ſeine Muskulatur befähigt einem Jahrhunderte zu trotzen, ſeine Arme wuchtig, dabei aber doch gelenkig, die Augen voll Feuer, das Antlitz voll Leben.
Wo er ſtand, ſchien er in dem Boden gewurzelt, wenn er ausfiel, zitterte unter ſeinem Tritt das Erdreich.
Er trug ein Kleid nach ſpaniſcher Mode, doch ohne den Mantel und das befiederte Barett, er hatte beide ab⸗ gelegt, um ſich dem Gegner ganz bloß zu geben.
Nach dem Siege über ſeinen Rivalen pflanzte er ſich in die Mitte der Arena, ließ den erhobenen Kopf eine Kreislinie beſchreiben, wobei er mit einem kecken Blicke neue Gegner herausforderte.
Athemloſe Stille— Niemand wagte es mehr, dem Siegreichen ſich entgegen zu ſtellen.
Herr Lametzhofer war ſchon d'ran, vor den Zuſchauern ſich zu verbeugen und das„Rürfechten“ für beendet zu erklären, als aus einer der Fremdenſtuben des erſten Stockwerkes ein junger Mann heraustrat, ſich auf das den Gang umfaſſende Eiſengeländer ſchwang und— um


