Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Schluß.

König Mathias brachte die fünf letzten Jahre ſeines thatenreichen Lebens in Wien zu; doch vom feurigem Geiſt durchlodert wurde ſein Körper verzehrt, ſein Le⸗ benslicht gleich einer im Luftzuge verflackernden Kerze. Die Charwoche des Jahres 1490 brach herein. Der König, unpäßlich, ließ ſich von ſechs Männern in einer Sänfte in die Kapelle hinunter tragen(ſeine neue Burg war das Haſenhaus in der Kärnthnerſtraße).— Trotz der Unbehaglichkeit hielt er die ſechs Stunden lange kirchliche Feier aus, ertheilte dann Audienzen— angegriffen vom Faſten verlangte er friſche italieniſche Feigen,— der Kämmerer brachte einige, ſie waren ſchlecht— Mathias erzürnte und vermochte kaum von der Königin beſänftiget zu werden. Nach einer Weile überfiel ihn ein Schwindel und der Schlag rührte ihn. Von unnennbaren Körperſchmerzen gepeinigt, vermochte