Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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in derſelben Kleidung, nur daß ihre Mäntel mit Her⸗ melin geziert waren.

Bald verkündete ein tauſendzüngiges Freudenge⸗ jauchze das Herannahen des Ungarkönigs. Mathias, ſtrahlend vor freudigem Stolze, in ſeiner edlen Haltung einem römiſchen Triumphator nicht unähnlich, in der glänzenden morgenländiſchen Tracht ſeines Volkes, blit⸗ zend von Gold, Perlen und anderem Edelgeſtein, auf freudig wieherndem, nur von ihm gebändigtem Schlacht⸗ roſſe, ritt die Landſtraße herab. Ihn umgaben der Graf von Zips, der Feldherr Laurenz, Meter von Garay und viele andere Große von Ungarn, Mähren und Schleſien,— lauter Prunkgeſtalten, die in ihren volks⸗ thümlichen Gewändern dem ſchauluſtigen Wienervolke eine entzückende Augenweide darbothen. Hinterdrein folgte eine große Anzahl von Wagen, mit Lebensmitteln jeder Art beladen, die ſogleich unter das Volk vertheilt wurden.— Eines nur verleidete den prachtreichen An⸗ blick, denn, wiewohl heiteren Himmels, wirbelte doch ein heftiger Sturm ungeheuere Staubwolken auf, die den Zug wie dichte Nebel umſchloſſen.

Dieſe Stunde, in welcher Mathias in der Fülle ſeiner Herrlichkeit, erſt 45 Jahre alt, in die Haupt⸗ ſtadt und in die Burg ſeines Feindes einzog— dieſe Stunde ſetzte ſeinem Heldenruhme die Krone auf.

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