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Roſſe; 8000 Mann Kerntruppen— größtentheils Reiterei— zogen langſam und bedächtig nach der Stadt, beſetzten dort Thore, Wälle und Poſten. Sie waren die Verkünder der nahen Ankunft des Siegers. Ein feier⸗ licher Zug ſetzte ſich gegen die Steinbrücke vor dem Stubenthore in Bewegung.
Voran kam der ganze Stadtrath in Gallahar⸗ niſchen, unter denen Sammt und Seide prangten, hoch zu Roß, mit den auf goldgeſticktem Sammt⸗ polſter gelegenen Stadtſchlüſſeln; ihnen folgte die ge⸗ ſammte Geiſtlichkeit im Ornate mit den Heiligthümern von St. Stephan, getragen unter dem geweihten Baldachin; Pauken, Zimbeln und Pfeifen ſtimmten in das Chorale des feſtlichen Geſanges; dann kam die hohe Schule nach ihren Nationen und Facuktäten ab⸗ getheilt: die Schüler mit einfachen, bis an das KFnie reichenden Röcken, ihre Hüte in den Händen; die Ma⸗ giſter und Doctoren in mit Pelz ausgeſchlagenen Sei⸗ denröcken, um welche ſammtene, mit goldnen Borden verbrämte, kurze Mäntel hingen, die Häupter mit Bi⸗ rets bedeckt; die Decane mit langen, ſchwarzen Ta⸗ laren und kurzen, rothſammtnen Mänteln darüber— ihre Kopfbekleidung bildeten viertheilige, rothſammtne, eben⸗ falls mit Hermelin verbrämte Mützen; die Rectoren


