Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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499 jenes Schuſſes an, und die Freifrau wies dem Fönige die erhaltenen Zeilen vor.

Mathias ſah nun ein, daß es nicht auf ſein Leben abgeſehen war, und daß ſich zwei Unberufene eingemiſcht hatten, die bald ſo viel Verderben hervor⸗ gerufen hätten. Er befahl, nach dem Urheber zu for⸗ ſchen und denſelben einzuziehen.

Bald brachte man zwei Leichname herbei, die man aus dem Schloßgraben gezogen hatte. Man erkannte ſie ſogleich.

Die Freifrau wurde vom Könige getröſtet, ob des ihr durch den Sturm zugefügten Schreckens. Er ſicherte ihr und ihrem erſt gefundenen Sohne das Schloß als Eigenthum, und ermangelte nicht, nach dem Be⸗ gehren der jüngeren Dame zu fragen, die ſo beſcheiden und ſtill im Hintergrunde geblieben war.

Da trat Agnes hervor, klagte dem Fürſten ihr unglücktich Schickſal, und bat um freies Geleite in die Stadt, um ihren geliebten Vater, den Bürgermeiſter alldort, nach ſo langer Friſt wieder ſehen zu kön⸗ nen.

„Euer Schwager, verehrte Freiin,“ wandte der König ſich zu Elsbeth,„hat viel Unheil geſtiftet, doch ſcheint der Himmel Alles zum Beſten wenden zu wollen