Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Eure Bitte, holdes Fräulein, iſt Euch vom Herzen gewährt; nur thut's Uns leid, Euch keine ſchickliche männliche Begleitung mitgeben zu können. Würdet Ihr noch einige Zeit verziehen, ſo könntet Ihr mit Uns in Wien einziehen, aber Euer kindlich Herz iſt zu ungeduldig. Grüßt Uns den Herrn Stephan Oen und den Chriſtoph Pempflinger; Letzterer möge nicht vergeſſen, daß er ein geborner Ungar— Ihr ſeht holde Dame, wie Wir ſelbſt unter Frauen Unſere Kundſchafter zu finden wiſſen.“—

Er reichte ihnen ſeine Hand zum Kuſſe. Elsbeth und Agnes ließen ſich auf die Knie nieder, und be⸗ rührten mit ihren Lippen die königliche Rechte. Ma⸗ thias hatte die glühenden Blicke des jungen Söldner⸗ hauptmannes bemerkt„mit welchen dieſer die kniende Huldgeſtalt des Fräuleins zu verſchlingen drohte, und ſprach lächelnd:„Wir bleiben Euch in Gnaden ge⸗ wogen, und erlauben, daß dieſer junge Krieger das Fräulein nach Wien geleiten möge, denn wie's Uns bedünkt, dürfte ſich ſchwerlich mehr Einer vorfinden, der ſo willig Blut und Leben für ſelbes opfern würde, als gerade er.“

Agnes und Wohlmuth errötheten. Ebersdorf umfing vier glückliche Menſchen in ſeinem Schooße.