Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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größten Schrecken aber war die Kammer leer. Er ſtürzte wieder heraus— da eilte Schikentanz eben die Stiege herab, und wurde ſeiner gewahr.

Der Ebersdorfer hatte Jenen kaum erblickt, als ſich ein paniſcher Schrecken ſeiner bemeiſterte und h wie bewußtlos die Flucht ergreifen ließ. Er ſtürzte durch ein kleines Pförtchen, welches zum Thurme führte, und ſchlug es hinter ſich zuz allein Schikentanz zerſchmet⸗ terte es mit gewaltiger Fauſt, und ſtürmte ihm nach, die Stiege hinan. Immer näher kam der Ritter ſeinem Feinde— wie zwei Kobolde wanden ſie ſich mit Blitzes⸗ ſchnelle aufwärts— jetzt war der Ebersdorfer oben auf der Plattform angelangt— ein Blick ließ ihn die Gegend, das Ungarlager und auch zugleich die gräß⸗ liche Tiefe ſehen, die unheimlich heraufgähnte. Noch hatte er keinen Entſchluß gefaßt, als auch ſchon Schi⸗ kentanz, glühend wie ein Moloch, mit freiwallenden Haaren vor ihm ſtand.

„Mörder!“ brüllte er ihm zu, und ſtürzte ohne Bedenken auf ihn los. Mit gewaltiger Fauſt umſchlang ihn der Ebersdorfer. Einer ſuchte den Andern gegen die Kante der Plattform zu drängen; allein gleich kräf⸗ tig, blieb der Ringkampf einige Augenblicke unentſchie⸗ den. Jeder mochte es fühlen, daß er den Gegner