52
den Männern, ihr zu folgen. Hannes unterſtützte den ſchwachen Freund, nun gings raſch hinauf, die Gänge durch, dann in den Hof hinab, in eine alte Rüſtkam⸗ mer, in der das Fenſter durch ein gebrochenes Gitter einen Ausgang ins Freie geſtattete. Die Freunde zwängten ſich mühſam durch. Als ſie ſich draußen befanden, dank⸗ ten ſie ihrer Befreierin noch einmal herzlich, und ſchli⸗ chen, längs des Grabenrandes, bis an eine, ihnen von Truden angedeutete, ſeichtere Stelle deſſelben; hier klet⸗ terten ſie mühſam hinab, und da die Erdwände meiſt voll Gruben und Löcher und nicht ſehr ſteil waren, ſo gelang es ihnen bald, die jenſeitige Wand hinanzuklim⸗ men und ſo ſchleunig als möglich ihre fernere Flucht fortzuſetzen. Trude hatte indeſſen Alles wieder geſchloſſen, und verbrachte den Reſt der Nacht nachdenkend an der Seite des ſchlummernden Kranken.
Ein heiterer Sommermorgen war heraufgezogen, wie ein ſanfter Liebeshauch wehte ſein duftiger Odem über die Fluren dahin; die Sonne, in verjüngter Pracht einherziehend, wob ihr Strahlennetz über den ſchattigen Wald, deſſen luftige Bewohner in dem thauigen Laub koſeten und Kurzweil trieben,
Unter einem mooſigen Baumſtamme ſaßen die bei⸗ den Flüchtlinge, raſteten von dem für Wohlmuth ſo angeſtrengten Gange aus, und verzehrten mit Wohlbe⸗


