Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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chen Dank hin, da ich an Deiner Allbarmherzigkeit und Deiner himmliſchen Gnade und Gerechtigkeit nie gezweifelt habe.“— Er ſchwieg, die Thüre öffnete ſich und Trude, eine Leuchte in der Hand, winkte ihm, ihr zu folgen. Grabesfinſtre Gänge wiederhallten matt die ſchleichenden Tritte der Nachtwandler; kalte Luft ſtrich durch die ſteinumſchloſſenen Räume; jetzt kamen ſie an eine große eiſerne Thüre; dieſe wurde geöffnet und ſie ſtiegen eine Treppe hinab. Die Steinſtufen ſchienen dem ungeduldigen Mönche kein Ende nehmen zu wollen; end⸗ lich waren ſie unten angelangt, eine zweite Eiſenthüre mußte geöffnet werden, und ſie befanden ſich im Burg⸗ verließ. Ein dunkler unheimlicher Raum, der von oben durch ein Gegitter Licht und friſche Luft erhielt, bildete dasſelbe und geſtatte dem Gefangenen hinlänglichen Platz, bequem auf und ab wandeln zu können. Als der Mönch und Trude eintraten, erhob ſich der Gefan⸗ gene von ſeinem Lager; er war feſſelfrei; der röthliche Schein der Lampe blendete ſeine Augen— er vermochte nicht, die Eingetretenen anzublicken. Der Mönch aber ſtürzte ihm entgegen und umfaßte den Unglücklichen, der, ein Bild des Elends und Entſetzens, ſich matt in ſeinen Arm lehnte.

„Ja, Du biſt es!“ rief der Mönch entzückt, „Wohlmuth, mein guter unglücklicher Wehlmuth!“