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Nach dieſem wichtigen Sermon nahm er den Mönch am Arme und führte ihn hinauf zum Kranken. Die Verlegenheit des Kuttenmannes war während die⸗ ſer Rede auf's höchſte geſtiegen. Er ſah ſo zaghaft aus, daß man jeden Augenblick von ſeiner Seite eine ver⸗ neinende Antwort erwarten konnte, und es fehlte nicht viel, ſo wäre dieſe und mit ihr auch eine höchſt ſon⸗ derbare Entdeckung erfolgt; allein nach einigen Ueber⸗ legen unterdrückte er ſeine Zweifel und folgte getroſt ſeinem Führer, nur daß er ſich ſorgfältiger in ſeine Kapuze hüllte und den ſchwarzen Bart in Ordnung brachte. Auf dieſe Art betraten ſie das Krankengemach. „Bruder Schikenlanz“ ſprach Blaſenfeld mit einem ſo andächtig ſcheinenden Antlitze als ihm nur immer mög⸗ lich war,„hier iſt der würdige Herr, lege Dein Bekenntniß in ſeinen Schooß. Du brauchſt nichts zu verheimlichen, er wird Dir Troſt und Verzeihung an⸗ gedeihen laſſen, damit Du ganz ruhig abfahren kannſt. Ich und Trude wollen draußen für Dich beten.“— Hierauf drückte er dem Freunde die Hand und entfernte ſich aus dem Gemache, während er vor ſich hinbrumm⸗ te:„Wenn der arme Teufel keine andern Fürbitter hat, als mich und die Dirne, ſo verwett' ich meinen Schädel gegen einen ſteiermärkiſchen Schinderling, daß er eher hinab als hinauf fährt.“


