Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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wär' ein Treiſch zum Ueberrumpeln, da traut ſich kein Hund aus dem Stalle, verdammt— Trude— friſch Waſſer— die Hitze verzehrt mir das Gedärm— ach, wo weilt nur Blaſenfeld ſo lange!“—

„Hab' Geduld Franz“ ſprach Trude und reichte dem Kranken einen Krug friſchen Waſſers,„vielleicht kehrt er bald heim und bringt den Gewünſchten mit.“—

„Wenn er nur nicht zu ſpät kommt“ ſchnaubte Schikentanz, der indeſſen die Hälfte des Inhaltes ver⸗ ſchlungen hatte,„Trude nimm das Gefäß.“

„S wird wohl nicht ſo arg ſein“ begann ſie zur Antwort,„Du machſt Dein Gepreſte nur ſo ge⸗ fährlich.“

„Donnerwetter!“ kreiſchte der Ritter auf, und wand ſich wie ein Wurm auf dem Lager.„Ver⸗ dammte Fahnenſtangin, Du wirſt mir's doch nicht weiß machen, was ich ſpüre oder nicht?“

Er tappte mit ſeinen Knochenhänden nach irgend einem Gegenſtand, wahrſcheinlich um ihn der Dirne nachzuſchleudern, allein dieſe hatte ſchon ſeit langer

Zeit Alles von ſeinem Lager entfernt gehalten, ſo daß

der Kranke nichts erhaſchen konnte und ihr, da er aufzuſtehen nicht vermochte, nur drohend ſeine Hände entgegen ballte.

„Schikentanz!“ bat ihn Grundlers Tochter,„warum