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welcher gerade aufgetragen wurde. Der Tuchbereiter nahm den Antrag höflich an, ohne aber in das fröhliche Geſprächſel einzuſtimmen, welches ihm die Zeit kürzen und den Kummer verſcheuchen ſollte.
Nach einer Weile trat ein langer hagerer Mann in die Stube, und ließ ſich an demſelben Tiſche nieder.
„Herr Wazlinger!“ rief er dem Herberger zu, „bringt mir ein Schöpplein Braunes, ich hab' Durſt und ſchnapp' ſchon nach einem Trunke, wie der Fiſch nach friſchem Waſſer, wenn er im Kälter liegt.“
„Guten Abend, Herr Michel!“ grüßte der Tuch⸗ bereiter den Angekommenen,„wie kommt Ihr auf ein⸗ mal herab zum ewigen Juden, Ihr ward ja ſonſt ein täglicher Gaſt im Stadtſchank im Leinwandhauſe.“
„Ei ja wohl,“ entgegnete der Rathsknecht, denn
er war der Angekommene,„was geweſen, iſt vorbei;
die Zeiten ändern ſich, Stadtſchank hinten, Stadtſchank vorn, ich gehe von nun an nicht mehr dahin.“
„Iſt Euch'ne Unbill widerfahren?“ fragte Einer der Studioſen,„hat der Bierleutgeber zu tief in den Waſſerkrug gegriffen, oder das Krüglein zu faumig ein⸗ geſchenkt, oder etwa gar doppelte Schnitte ins Kerbholz gemacht?“
„Nichts von all dieſem,“ erwiederte Jener. „Ich wette meinen letzten Denar, daß ichs
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