Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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machten mich zum glücklichſten Manne unter Gottes lie⸗ ben Himmel; aber was hab ich in ſo kurzer Zeit erleben müſſen; ach das ſind traurige Zeitläufe. Böſe Söld⸗ ner ſperren die Zufuhr ab, das Gewerbe beginnt zu ſtocken, die Lebensmittel werden theurer als je— das war noch nicht genug, der liebe Himmel hat noch viel größere Strafe über uns verhängt; um Aegidi bricht die Sterbſeuche aus, die Fremden und Reichen eilen davon, und Der zurückbleibt, hat nun doppelt Elend zu erdulden. Nun werden mir die Kinder krank, heiliger Gott, der ältere Bub bringt den ſchwarzen Tod ins Haus und ſteckt den Jüngern an, die Mutter läßt ſich's nicht nehmen: ſie ſelbſt will ihre Kleinen warten und pflegen— und ehe eine Woche vergeht, ſind alle Drei todt. Da habt Ihr's nun— ich bin allein auf der Erde, einſam wie der Baum auf öder Haide, mein Haus ſteht verlaſſen, das ſchwarze Kreuz haftet am Thore, mein Lebensmuth iſt gebrochen, das Gewerbe liegt darnieder, meine Baarſchaft dahin, und ich— der unglücklichſte aller Menſchen— lebe noch, um mich in Gram und Kummer zu verzehren.“

Der Bürger ſchwieg, und wiſchte ſich die Thrä⸗ nen aus den Augen, die Schüler ſuchten ihn zu tröſten und aufzumuntern, allein es half wenig oder nichts, ſie luden ihn ein an ihrem Nachtimbiß Theil zu nehmen,

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