Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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ſcheucht, wenn nicht gar— mit Italiens Hilfe— aus Europa verdrängt haben; wie viele Millionen chriſt⸗ licher Leben wären dadurch in den folgenden Jahrhun⸗ derten verſchont geblieben und wie gerechte Strafe würden ſie für die an der Menſchheit verübten Gräuel genommen haben; allein, kaum begann Sicherheit in Ungarns untern Gränzen zu walten, als Mathias— zur Ver⸗ geltung eines grundloſen Ueberfalles von Seite des Fein⸗ des— mit erneuerter Kraft das Land desſelben zu be⸗ kriegen anfing. Sein Anführer Edelbach von Monyo⸗ korek ſollte die Steiermark, und der Feldhauptmann Ze⸗ lena Oeſterreich bezwingen; der Letztere durchſtreifte auch wirklich das Land unter und ober der Enns, raubte und plünderte, ſchwang die Brandfackel über die widerſtand⸗ ſchwachen Probſteien und Gehöfte, und brandſchatzte die Wehrloſen nach Gutdünken.— Auch die hin und wieder gelegenen eigenen Truppen, beſonders die Salz⸗ burgiſchen verſchmähten das Ihre nicht, nahmen das mit, was die Ungarn übrig ließen und ergänzten getreulich das Werk der Feinde; ſie waren folgſame Lehrlinge der in den Türkenkriegen verwilderten Ungarn. Bei ſol⸗ chen Verhältniſſen konnte der Zuſtand des Landes nur ein Bedauernswürdiger ſein. Ueberall herrſchte die Auf⸗ löſung geſellſchaftlicher Bande und Pflichten, die Ge⸗ walt des Stärkeren, alſo das Fauſtrecht im vollen Sinne