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Allein ſo oft der Frühling wiederkehrte, ſo oft be⸗ gann der Krieg mit erneuerter Wuth. Ganz Heſterreich ſollte nach und nach ſein Schauplatz werden. So lange Mohamed— das Schrecken der chriſtlichen Welt— lebte, und ſeine ſiegreichen Fahnen in drei Welttheile trug, ſo lange war Ungarns Heldenkönig gezwungen, ſeine Kräfte zu theilen, und wiewohl ſelbſt da, ihm der Sieg nicht entfremdet wurde, ſo vermochte er doch weder auf der einen, noch auf der anderen Seite einen ent⸗ ſcheidenden Schlag herbeizuführen; allein Mohamed, der ſelbſt die Krankheit durch neuen Sieg zu bannen glaubte, ſtarb auf der Kaiſerwieſe zwiſchen Skutari und Geliſe*), unweit vom Grabe Hanibals, und die Chri⸗ ſtenwelt athmete neu auf, denn ſeine Söhne Bajeſid und Dſchem, ſtatt die Siege des Vaters zu verfolgen, bekriegten einander wechſelſeitig und gönnten den bedräng⸗ ten äußern Feinden Zeit, ſich zu ſammeln, zu erholen und zu ſtärken. Nun wäre ein Friede zwiſchen Mathias und Friedrich das Wünſchenswertheſte geweſen, denn mit vereinter Kraft über das mit ſich ſelbſt entzweite Osma⸗ nenreich herangeſtürmt, würde die gewaltigen Halbmonds⸗ verehrer in eine viel demüthigere Stellung zurückge⸗
*) Das alte Lybiſa,


