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Alt- und Jung-Israel : Sittenbilder / von Eduard Breier
Entstehung
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Noßele hat geglaubt ſeine Sachen recht klug zu machen, daß kein Menſch ſeine Lieb' merkt, aber dem war nicht ſo; Reb Jaikow, Fradls Vater war ein kluger Kopf und Noßele war nebbech ein Schlu⸗ meſalnek.

Bei der nächſten Gelegenheit hat der Schadchen dem Noßele ſein Haus verboten, denn er hat geglaubt, daß ſeine Tochter mit dem jungen Menſchen keine Aus⸗ ſicht hätt'.

Noßele hat ſich das Haus verbieten laſſen, iſt aber doch heimlich mit der Geliebten zuſammen gekommen.

Im Haus bei ihr war eine alte Schuppen ¹), da ſind die Kiſten geſtanden, in welchen Reb Jaikew ſeine Lulews und Eßrogim bekommen und verſchickt hat. Auf dieſen Kiſten ſind nun Noßele und Fradl oft ſtun⸗ denlang beiſammen geſeſſen und haben ſich gedruckt und gekußt, und haben geſprochen von ihrer Liebe, und Noßele hat ihr da geſagt, daß er in die Fremd' wird gehen, um etwas zu werden, und da haben ſie ſich Treue gelobt für immer und ewig, und da iſt auf einmal Reb Jaikew in die Schuppen gekommen, und hat in der Hand gehabt einen poßlen*) Lulew, der an einen Stock gebun⸗ den war, und wiewohl Suckes ſchon lang vorbei war, hat er den Lulew angefangen zu ſchütteln auf Noßele s Buckel) bis der Buckel iſt grün geworden, wie ein Eßrog)

¹) Schoppen. ²) Unbrauchbar. ²) Rücken. ²) Paradiesapfel-