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Alt- und Jung-Israel : Sittenbilder / von Eduard Breier
Entstehung
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iſt ein groß Gerummel entſtanden, daß Afromele iſt ge⸗ worden ein geſchickter Klesmor ¹) und alle Welt hat hören wollen den Afromele Geigen ſpielen.

Da hat ſein Vater eine große Mahlzeit gegeben, hat eingeladen alle Verwandten und Bekannten, und wie Afromele anfangen ſoll zu ſpielen, hat er was zuſam⸗ men gekritzelt, daß alle Mäus und Ratzen*) hätten davon laufen können. Da ſchüttelte zuerſt der Gevatter den Kopf, dann der Vetter, dann die Muhme, dann der Dede*), dann die Babe), und zuletzt haben Alle die Köpf geſchüttelt, und der Vater hat gerufeu:Afromele, was iſt das fuͤr eine Geigerei?

Das verſteht Ihr nicht, meine Lieben, ſagte der Klesmor,geigen kann ich ſehr gut, aber mit dem Fin⸗ gerln geht es mir ſchlecht, wenn mir aber kein Menſch zuhört, da kann ich geignen und fingerln zugleich. So auch Sie, Herr Iſidor, wenn Ihnen kein Menſch zuhört, ſo können Sie vielleicht Maißim und Romane erzählen.

Das Mahl war beendet, da ſagte Reb Löb:Herr Peiteles, wenn Sie mit Ihrer Geſchichte auch abgebrannt ſind, ſo bleiben Sie mir deßhalb doch ein lieber Gaſt, und ſtehen bei mir ſo wie früher in Ehren, als Beweis deſſen bin ich Ihnen das Meſumen*) mechabet ¹).

¹) Muſikant. ²) Ratten. ²) Großvater. ³) Großmutter.*) Das Vorbeten des Dankgebetes nach dem Eſſen. ²) Verehren, offeriren.