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Alt- und Jung-Israel : Sittenbilder / von Eduard Breier
Entstehung
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Und wo Einer, der zwei Roß hat, zu Fuß gehen muß, ſetzte Hendl hinzu,wiſſen Sie, Herr Peiteles, Sie kommen mir gerade ſo vor, wie jener Chaſen 1) bei mir zu Haus, der hat in unſerer Khille wollen aufge⸗ nommen werden, und da hat er geſagt, er kann nicht nur ſchön ſingen, ſondern er kann auch gut Daſchenen*). Gut; jetzt hat man ihn an einem Schabbes laſſen Da⸗ ſchenen und ſingen. Wie die Schul aus war, iſt er zum Roſch Hakohol gekommen und hat geſagt: Nu, mein lieber Roſch Hakohol, was ſagt Ihr zu mir?

Ich werd Euch etwas ſagen,gibt ihm der Roſch Hakohol zur Antwort,es iſt wahr, Daſchenen könnt Ihr nicht, aber ſingen könnt Ihr auch nicht. Bei Ihnen iſt's derſelbe Fall, eine Maiße erzählen, können Sie nicht, aber einen Roman erzählen können Sie auch nicht.

Sie muͤßen Herrn Iſidor nicht Unrecht thun, nahm der Schulklopfer das Wort,ihm geht es vielleicht gerade ſo, wie dem einzigen Sohne jenes reichen Man⸗ nes, der ſechs Jahre in der Fremde war, wo er viele Tauſende gekoſtet hat. Wie er nach Hauſe gekommen iſt hat der Vater zu ihm geſagt: Afromele ²), mein Kind, du haſt mich ſo viel Geld gekoſt, was haſt du dafür gelernt?

Lieber Vater! ich hab gelernt ſpielen die Geigen.

Der Vater war damit zufrieden, und in der Khille

Vorſänger in der S*) Predigen. ²) Diminutiv von Abraham.