139
offnete die Roöhre und zog zwei Schüſſeln aus derſelben, deren Eine mit zwei rieſigen Lebern, die andere aber mit Stücken von einem Gansbraten gefüllt waren.
Man wuſſch ſich die Hände, und ſetzte ſich dann zum Abendmal.
Iſidor Peiteles machte ein finſteres Geſicht, und um ihn anfzumuntern, nahmen ihn Mirjam und Eſther in die Mitte, um das wieder gut zu machen, was ihre alte Muhme, die Kindbettwärterin, verdorben hatte.
Adam Freund ſcherzte leiſe und verſtohlen mit der lieblichen Sara, der Schulklopfer und der Hauſirer ſprachen dem Mahle wacker zu, und Frau Hannele hatte ihre Freude daran, daß ſämmtliche Gäſte ſich ihr Gänſernes und Hausbrod ſo trefflich ſchmecken ließen.
„Gehen Sie, Herr Peiteles“, bat ſie zum öfterſten Male„greifen Sie zu.“
„Ja, ja, thun Sie das“, ſprach der Hauſirer,„oder ſteckt Ihnen vielleicht noch der Roman im Halſe.“
„O, ſpotten Sie nur“, antwortete der Hauslehrer, „ſpotten iſt leicht, erzählen Sie einmal Etwas.“
„Jetzt habe ich keine Zeit dazu, ich muß eſſen.“
„Nun wir werden ſehen, was Sie ſpäter zum Vor⸗ ſchein bringen werden.“
„Jedenfalls etwas Beſſeres, als ihre zwei Herzen und ein Schlag.“
„Wo es im Winter donnert!“ ſagte der Schul⸗ klopfer.


